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MietenImmobilienmarktSpanien16. Oktober 2026

Zwangsräumungen in Spanien: Im zweiten Quartal 35,7 Prozent weniger als vor einem Jahr

Von Redaktion SpanienZuhauseVeröffentlicht am 16. Oktober 2026Aktualisiert am 16. Oktober 2026
Eingangsbereich eines spanischen Altbaus mit Briefkästen und Treppenhaus
KI-generierte Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Q2 2026: 4.474 vollzogene Zwangsräumungen, −35,7 % gegenüber Q2 2025 (Quartal, nicht Halbjahr).
  • Mietverfahren: 2.244 (−57,7 %); Hypothekenvollstreckungen: 1.109 (−8,9 %).
  • Räumungen aus anderen Gründen: 1.121 statt 444 (+152,5 %).
  • Beantragte Räumungen bei den gemeinsamen Gerichtsdiensten: 17.276 (+26,8 %) – nur als Trend aussagekräftig.

Spaniens Gerichte haben von April bis Juni 2026 4.474 Zwangsräumungen vollzogen – 35,7 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2025. Räumungen wegen Mietschulden gingen um 57,7 Prozent zurück, solche nach Hypothekenvollstreckungen um 8,9 Prozent. Räumungen aus anderen Gründen nahmen dagegen stark zu.

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Aktualisiert am 16. Oktober 2026.

Die spanischen Gerichte haben im zweiten Quartal 2026 (April bis Juni) insgesamt 4.474 Zwangsräumungen (lanzamientos) vollzogen. Das sind 35,7 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2025. Das geht aus der Quartalsstatistik des Allgemeinen Justizrats (CGPJ) hervor, über die EFE und Cadena SER am 16. Oktober berichten. Der Vergleich bezieht sich auf das Quartal, nicht auf das Halbjahr.

Mietschulden und Hypotheken getrennt betrachtet

  • Mietverfahren (Ley de Arrendamientos Urbanos): 2.244 Räumungen, die Hälfte aller Fälle (50,1 Prozent). Ein Rückgang um 57,7 Prozent.
  • Hypothekenvollstreckungen: 1.109 Räumungen (24,8 Prozent). Ein Rückgang um 8,9 Prozent.
  • Andere Gründe (etwa Schiedssprüche oder Familienverfahren): 1.121 Räumungen – mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor (444), ein Plus von 152,5 Prozent.

Regionen

Die meisten Räumungen gab es in Katalonien (983, 21,9 Prozent), gefolgt von Madrid (778), Andalusien (737) und der Comunitat Valenciana (629). Bei den Mietverfahren lagen Katalonien (456), Andalusien (397) und die Comunitat Valenciana (361) vorn, bei Hypothekenvollstreckungen Andalusien (247), Katalonien (209) und die Comunitat Valenciana (184).

Beantragte Räumungen steigen

Ein zweiter Wert zeigt eine andere Richtung: Bei den gemeinsamen Zustellungs- und Vollstreckungsdiensten der Gerichte wurden im zweiten Quartal 17.276 Räumungen beantragt, 26,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der CGPJ weist darauf hin, dass es diese Dienste nicht in allen Gerichtsbezirken gibt. Der Wert zeigt daher eine Entwicklung, aber keine Gesamtzahl.

Die Statistik nennt keine Ursachen für den Rückgang. Wir ziehen daraus deshalb keine Schlüsse über die Wirkung einzelner Gesetze.

Einordnung für Mieter und Vermieter

Für Vermieter bleibt ein Räumungsverfahren wegen Mietschulden in Spanien ein gerichtlicher Prozess, der Zeit braucht. Für Käufer, die vermieten wollen, sind solide Mieterprüfung und ein sauberer Mietvertrag wichtiger als Quartalszahlen.

Was bedeutet das für Käufer und Mieter?

Mieter und vermietende Eigentümer sehen die aktuelle Entwicklung, getrennt nach Miet- und Hypothekenfällen.

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Quellen

Zusammenfassung der genannten Quellen, vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. SpanienZuhause ist Immobilienportal und Koordinator, kein Makler.

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