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ImmobilienmarktMietenKaufenCanarias24. Oktober 2026

Wohnkosten fressen Lohnerhöhungen auf: Gewerkschaftsstudie zeigt große Lücke – auch auf den Kanaren

Von Redaktion SpanienZuhauseVeröffentlicht am 24. Oktober 2026Aktualisiert am 24. Oktober 2026
Bunte Wohnblöcke in einer kanarischen Stadt vor Vulkanbergen, im Vordergrund unscharf eine Hand mit Gehaltszettel und Schlüssel (Symbolbild)
Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Das Wichtigste in Kürze

  • CCOO-Studie „El coste del rentismo para los salarios y la economía productiva“, vorgestellt am 23.10.2026.
  • Spanienweit: Kaufpreise Q2 2013 bis Q2 2026 +108 %, Durchschnittslohn nominal +30 % – das 3,6-Fache.
  • Für eine 90-m²-Wohnung braucht man im Schnitt 7,1 Jahresgehälter (1985: 3,1); Balearen 12,2, Provinz Málaga 10,8.
  • Neue Mietverträge 2015–2024 laut INE-Daten: Spanien +37 %, Löhne +21 %; Kanaren laut Canarias7 +40 % (Público nennt 39 %), Löhne +17 %.
  • Es handelt sich um eine Gewerkschaftsstudie mit politischen Forderungen, nicht um eine amtliche Statistik.

Eine neue Studie der Gewerkschaft CCOO vergleicht Wohnkosten und Löhne: Spanienweit stiegen die Kaufpreise seit 2013 um 108 Prozent, die Durchschnittslöhne um 30 Prozent. Auf den Kanaren verteuerten sich neue Mietverträge laut Studie um rund 40 Prozent, während die Löhne nur um 17 Prozent zulegten.

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Aktualisiert am 24. Oktober 2026.

Was die Studie untersucht

Das Wirtschaftsbüro der Gewerkschaft CCOO hat am 23. Oktober 2026 die Studie „El coste del rentismo para los salarios y la economía productiva“ vorgestellt. Sie vergleicht die Entwicklung von Kauf- und Mietpreisen mit der Lohnentwicklung. Canarias7 hat die Ergebnisse am 24. Oktober für die Kanaren aufbereitet.

Die wichtigsten Zahlen für Spanien

  • Kaufpreise: Vom zweiten Quartal 2013 bis zum zweiten Quartal 2026 stiegen sie um 108 Prozent, der Durchschnittslohn nominal um 30 Prozent. Die Kaufpreise legten damit 3,6-mal so stark zu.
  • Jahresgehälter pro Wohnung: Für eine frei finanzierte Wohnung mit 90 Quadratmetern braucht man im Schnitt 7,1 volle Jahresgehälter – 1985 waren es 3,1. Auf den Balearen sind es 12,2, in der Provinz Málaga 10,8 und in Madrid 10.
  • Eigenkapital: Für Anzahlung, Steuern und Nebenkosten rechnet CCOO mit 30 Prozent des Kaufpreises, entsprechend 2,1 Bruttojahresgehältern.
  • Neue Mietverträge: Nach INE-Daten für 2015 bis 2024 verteuerten sie sich spanienweit um 37 Prozent, die Löhne stiegen um 21 Prozent.

Die 108 Prozent sind ein spanienweiter Wert, keine Zahl speziell für die Kanaren.

Was für die Kanaren gilt

Nach Canarias7 gehören die Kanaren zu den Regionen mit dem stärksten Anstieg bei neuen Mietverträgen: rund 40 Prozent (Público nennt in seiner Zusammenfassung derselben Studie 39 Prozent). Bei bestehenden Verträgen lag der Anstieg bei 21 Prozent. Der Durchschnittslohn stieg im selben Zeitraum nur um 17 Prozent – nach Andalusien der zweitniedrigste Wert, gleichauf mit La Rioja. In allen Regionen übertraf der Anstieg bei neuen Mietverträgen laut Studie deutlich den Lohnanstieg.

Forderungen der Gewerkschaft

CCOO verbindet die Zahlen mit politischen Forderungen: Mietverträge verlängern bzw. unbefristet machen, Saison-, Zimmer- und Ferienvermietung stärker regeln und langfristig einen dauerhaften Bestand von 1,5 Millionen bezahlbaren Wohnungen aufbauen. Nach eigener Schätzung würde eine Senkung der Wohnkosten um 30 Prozent die Nachfrage um 21 bis 26 Milliarden Euro stärken. Das sind Modellrechnungen und Forderungen der Gewerkschaft, keine beschlossenen Maßnahmen. Die Veröffentlichung fällt in die Zeit vor dem Generalstreik am 11. November und der Parlamentswahl am 29. November 2026.

Was das für Mieter und Käufer bedeutet

  • Die Studie bestätigt, dass Wohnkosten in Spanien deutlich schneller steigen als Löhne – besonders bei neuen Mietverträgen.
  • Wer auf den Kanaren mit lokalem Einkommen kauft oder mietet, sollte die Belastung realistisch planen; die Zahl der nötigen Jahresgehälter ist ein guter Gradmesser.
  • Als Gewerkschaftsstudie verfolgt das Papier politische Ziele; die zugrunde liegenden Preis- und Lohndaten stammen nach Angaben von CCOO aus amtlichen Quellen wie dem INE.

Was bedeutet das für Käufer und Mieter?

Mieter und Käufer erhalten belastbare Vergleichswerte zu Wohnkosten und Löhnen und erkennen, welche Zahlen spanienweit und welche speziell für die Kanaren gelten.

Preisbezug
Kaufpreise Spanien Q2 2013–Q2 2026: +108 %; Durchschnittslohn: +30 % (CCOO)

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Quellen

Zusammenfassung der genannten Quellen, vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. SpanienZuhause ist Immobilienportal und Koordinator, kein Makler.

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